Pressemitteilungen

Pressemitteilungen
14.03.2018, 16:38 Uhr
Brexit phase II
„Das zukünftige Beziehungsverhältnis der Briten zur EU ist ungewiss. Das Vereinigte Königreich kann und darf nicht am Ende des Trennungsprozesses mit mehr Vorteilen heraus kommen, als die Mitgliedsländer selbst für sich beanspruchen. Im Falle, dass die Briten aus dem europäischen Binnenmarkt aussteigen wollen, wird ein gesondertes Handelsabkommen ratifiziert werden.
Da die Briten bis 2020 noch ein Teil der EU sind, obwohl sie sich in einem Übergangsprozess befinden, müssen sie auch Neuerungen in der EU mittragen." so Frau Quisthoudt-Rowohl in ihrer Funktion als Vorsitzende der UK-Monitoring Group des Handelsausschusses. Am 29. März 2019 wird Großbritannien die Europäische Union verlassen. Gemeinsam mit EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und Brexit-Verhandlungsführer Michel Barnier debattierten die EU-Abgeordneten am 13. März über einen möglichen Rahmen für die künftigen Beziehungen zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich. Ein Assoziierungsabkommen könnte eine solche Lösung sein, die neben den wirtschaftlichen Beziehungen auch die Außenpolitik, innere Sicherheit und sonstige Zusammenarbeit regeln würde. Derweil haben die Brexit-Verhandlungen eine kritische Phase erreicht. Wesentliche Fragen zu den Bürgerrechten bleiben weiter ungelöst, ähnliches gilt für die künftige Grenze zu Nordirland. Am weitesten gehen die Vorstellungen beider Parteien allerdings im Bereich der Handelsbeziehungen auseinander. Während die EU für ein Freihandelsabkommen ohne Sonderregeln plädiert, schwebt den Verantwortlichen in London ein Zugang zum Binnenmarkt, aber nur in einzelnen Bereichen vor.